Monday, 20 April 2009

Peng!

Wolfgang Bloch machte sich durch diesen Einwortsatz unsterblich im Ausdrücken über das verblüffend Einfache oder überraschend schnell Herzustellende eines Sachverhalts. Peng lässt sich herrvorragend als Abschluss von Kettenblochismen nutzen: Zur völligen Verblüffung aller Beteiligten hatte er durch Einfaches auf-die-Brille-setzen selbige zerstört. Peng!
Der Leser stellt verblüfft fest, dass nur wenige Inhaltswörter notwendig sind, um Kettenblochismen jeder Lebenssituation anzupassen.

Tuesday, 14 April 2009

In der Hitze des Seins schmilzt das Wissen

Eva Sareiters Ex-Freund "Ule", ca. 1996

auto-prohibitiv

Ramin Assadollahi, im Zuge einer Strategie der Re-Latinisierung deutscher Sprache eingeführt. Synonym für Das verbietet sich von selbst, z.B. «‹Joebama ’09› is auto-prohibitiv.»

Zur völligen Verblüffung aller Beteiligten

Wolfgang Bloch, selbsterklärend. Zu adjektivischen Konstruktionen mit selbst– siehe auch auto-prohibitiv.

In Strümpfen gestorben

Wolfgang Bloch, als Ausdruck von extremer Belustigung, vgl. Vor Lachen gestorben, nur viel besser.

Dumm und schlecht und scheisse

Nur echt mit den zwei ‘und’s. Alexander Bechberger, 1992 über einen der Redaktion namentlich bekannten Klassenkameraden.

“Dumm und schlecht und scheisse” kann zum Beenden jedweder Qualitätsdiskussion herangezogen werden, zB. von Ramin Assadollahi als spontane und finale Antwort auf die Frage, ob der Slogan “Joebama ’09” des Schorndorfer CDU-Kandidats Joachim <$NACHNAME> sehr gut oder sehr schlecht sei.

Die Ente langweilt mich.

Niko Haase, 1999.
Zu beachten ist das Wort "langweilt", welches tatsächlich "stresst" oder "nervt" in diesem Zusammenhang heissen soll (vgl "leider", Jesko Rubbel & Ramin Assadollahi). Es hat sich aus dem Entenkontext befreit und mäandert nun selbstständig durch die Sprachlandschaft. Gleichwohl hat es seine neue Semantik behalten.

Anm. J.O.: Du meinst, es hat seine alte Semantik behalten, oder?

Monday, 13 April 2009

Du musst die Zeit mit der Wahrheit multiplizieren, dann fällt die ganze Scheiße raus

Hannes Woidich, 2001

Leider geil

Schliesst auch ein: Emphatisches “leider”, zur—zunächst paradox erscheinenden—Bejahung, z.B. das Essen war leider saulecker

Jesko Rubbel, mit Ramin Assadollahi